Unfallablauf

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Am 17.11.1988 befuhr ich gegen 21:00 Uhr den wie eine Autobahn ausgebauten Scheffieldring mit der zulässigen Geschwindigkeit von 100 km/h in nördlicher Richtung. Entsetzt sah ich, dass ein Fahrzeug von der Gegenfahrbahn über die Leitplanke flog und dann auf dem Fahrzeugdach auf meiner Überholspur landete.

Das vor mir fahrende Fahrzeug traf diesen “Überflieger” und brachte ihn zum drehen. Da ich mich gerade im Überholvorgang befand, musste ich mit meinen vier Scheibenbremsen meine Räder blockieren, um das vor mir auf dem Dach liegende, sich um sich selbst drehende Fahrzeug nicht zu rammen.

Hinter mir hörte ich quietschende Bremsen und freute mich schon, als ich im Rückspiegel sah, dass hinter mir fahrende Fahrzeuge nicht auf mich auffuhren, sondern auf die rechte Fahrbahn auswichen.

Aber leider hatte ich mich zu früh gefreut, denn plötzlich zog ein hinter mir auf mich zufahrende nach rechts auf die Fahrspur und ich erkannte das dahinter ein mit über 100 km/h Fahrzeug ankam, dass ungebremst in die Unfallstelle, die leider zuerst aus meinem Fahrzeug bestand auffuhr.

Natürlich war der Unfall für mich ( § 7 Abs. 2 StVG) absolut unabwendbar, denn was sollte ich machen ? Der Fahrer des Auffahrenden Fahrzeugs war übrigens ebenfalls, wie auch der “Überflieger PKW” sehr jung (unter 20 Jahre alt )

Vorn auf der Überholspur lag der “Überflieger”, rechts schossen bremsende Fahrzeuge vorbei, links war die Leitplanke. Es gab einen unvorstellbaren Knall - den ich bis heute höre und fühle und ich wurde im Sekundenbruchteil stark beschleunigt und mein Fahrzeug wurde in den “Überflieger” geschoben, stark verzögert und wir alle wurden dann nach vorn wegkatapultiert.

Als ich schon glaubte tot zu sein, erkannte ich, das ich noch lebte und eingeklemmt war.

Es roch nach Benzin, Diesel, Öl, und Gummi, Wasserdampf zischte aus den Fahrzeugen, die Schreie des Schwerverletzten “Überfliegers” und anderer gelten in meinen Ohren.

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